ÖIR Wirkungsanalyse RegioLiner /
City-
S-
BahnMit dem Gutachten des Österreichischen Institutes für Raumplanung (ÖIR) liegt eine umfassende „Wirkungsanalyse RegioLiner /
City-
S-
Bahn“ vor.
Die Gegenüberstellung und vergleichende Untersuchung der beiden Planungskonzepte erfolgte auf Basis der genauen Analyse der Siedlungsstruktur, der Bevölkerungsverteilung und -entwicklung.
Das Untersuchungsgebiet wurde dazu in 328 Verkehrszellen gegliedert:
154 in Linz, 98 in der Region und 76 im übrigen Oberösterreich.
Kern-Untersuchungsthemen
Kernthemen der Untersuchung beider Konzepte waren
* die technischen Möglichkeiten und die Machbarkeit,
* was können sie leisten, d.h. wie groß ist die Verkehrswirksamkeit,
* wie zukunftssicher und flexibel sind sie,
* was kosten sie.
Kurzfassung Ergebnisse
* Die technische Machbarkeit beider Systeme ist gegeben. Ob aber die
City-
S-
Bahn im bebauten, d.h. bewohnten Gebiet über weite Strecken oberirdisch und im Dieselbetrieb geführt werden kann, ist aus Bewohnersicht fraglich.
Für das Fahrzeug „RegioLiner“ ist keine Sonderkonstruktion erforderlich. Der „CityRunner“ der LINZ AG LINIEN kann bezüglich der Zahl und der Gestaltung der Sitzplätze, dem Einbau einer behindertengerechten Toilette und eines Mehrzweckabteils (Kinderwagen, Rollstühle, Fahrräder) mit Mehrkosten von etwa 10 – 15% adaptiert werden.
Die Steigung der Mühlkreisbahn von max. 4,7% ist für diesen Fahrzeugtyp keine besondere Herausforderung, da in Genf 7% und bei der Stubaitalbahn 6% gefahren werden.
Da bei den LINZ AG LINIEN bereits 33 baugleiche Fahrzeuge im Einsatz sind, zu denen bis 2013 noch weitere 23 Fahrzeuge dazukommen, sind sehr günstige Wartungs- und Betriebskosten zu erwarten.
* Der Reisezeitgewinn von rund 20 Minuten bis zum Linzer Hauptbahnhof bringt in Verbindung mit leichten Korrekturen in der Linienführung deutliche Vorteile für den RegioLiner. Diese werden in der wesentlich höheren Fahrgastzahl und den geringeren Kilometerkosten (nur 50% der
City-
S-
Bahn) sichtbar.
In der Linienführung im Linzer Stadtgebiet weist der RegioLiner massive Vorteile gegenüber der
City-
S-
Bahn auf.
So werden über die Haltestellen der
City-
S-
Bahn 8.800 Bewohner und 17.000 Arbeitsplätze erschlossen, während der RegioLiner 20.000 Bewohner und 26.800 Arbeitsplätze bedient.
Die Kostenwirksamkeit zeigt sich am deutlichsten bei den Kosten in € pro zusätzliche ÖPNV-Fahrt. Bei der
City-
S-
Bahn betragen diese Kosten € 28,80 und beim RegioLiner € 7,42.
* Zukunftssicherheit heißt beim ÖPNV, dass allen künftigen Entwicklungen und Anforderungen möglichst flexibel entsprochen werden kann. Gegenüber der starren Linienführung der
City-
S-
Bahn weist auch hier der RegioLiner deutliche Vorteile auf. Wegen der durchgängigen Spurweite können mit dem RegioLiner in Abstimmung auf die Nachfrage auch einzelne Fahrten über die Landstraße zum Hauptbahnhof angeboten werden. Damit kann beinahe jedes Ziel in Linz umsteigefrei erreicht werden.
* Kosten: Vergleicht man das derzeit bekannte Konzept der
City-
S-
Bahn (Dieseltriebwagen) mit jenem des RegioLiners, so erfordert letzterer im Stadtgebiet von Linz höhere Investitionen. Begründet ist dies mit der zweigleisigen Führung (5-Minuten-Intervall), der Elektrifizierung und der überwiegenden Tunnellage. Die Führung der
City-
S-
Bahn ist eingleisig (15-Minuten-Intervall) und nur abschnittsweise im Tunnel vorgesehen.
Die eingleisige Führung verhindert jede Anpassung an Fahrgastentwicklungen durch dichtere Intervalle.
Will man die
City-
S-
Bahn zukunftssicher für dichtere Intervalle gestalten, so ist ein zweigleisiger Ausbau mit längeren Tunnelstrecken und mit Elektrifizierung erforderlich (dichter Verkehr an der Oberfläche und im Tunnel mit Diesel ist schwer vorstellbar - Abgase in den Haltestellen etc.).
Im Falle einer gleichwertigen Gestaltung der
City-
S-
Bahn zum RegioLiner muss mit deutlich höheren Errichtungskosten für die
City-
S-
Bahn gerechnet werden.
Die betrieblichen Kilometerkosten der Straßenbahn liegen im Vergleich zu den Dieseltriebwagen der Mühlkreisbahn etwa bei 50%. Umgelegt auf RegioLiner und
City-
S-
Bahn wird sich dieses Verhältnis wenig ändern.
Bei gleichem Intervallangebot, d.h. gleicher Kilometerleistung, liegen die Betriebskosten des RegioLiners etwa bei 50% der
City-
S-
Bahn.
Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass der Regioliner eine deutlich höhere Verkehrswirksamkeit aufweist und bei vergleichbarem Angebot wesentlich geringere Kosten für den Betrieb entstehen. Bei einer Elektrifizierung und einem zweigleisigen Ausbau der
City-
S-
Bahn in Linz liegen auch die Errichtungskosten über jenen des Regioliners.
Zitat:
Klingt ganz gut finde ich mal schauen ob es nun Wirklichkeit wird od. nicht